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Manalyse /manaˈlyːzə/ f. Eine Wortkombination aus den Wörtern mana und Analyse.

Das Wort mana kommt im Polynesischen wie im Türksichen vor. Im Polynesischen bedeutet es seelische Kraft. Im Türksichen beschreibt es einen Sinn bzw. eine höhere Bedeutung. Analyse hingegen bedeutet, etwas in seine Einzelteile zu zerlegen, um es besser verstehen zu können.

Das Wort Manalyse bezeichnet einen analytischen Prozess, dem ein existenzielles, seelisch bedingtes Streben nach Sinn, Einsicht und Verständnis zugrunde liegt. Sie ist nicht zu Verwechseln mit der Psychoanalyse, einer von Sigmund Freud begründeten Methode der Selbsterfahrung und Psychotherapie.

Die Manalyse ist ein einzigartiger, neuer therapeutischer Weg zur Arbeit mit hochsensiblen Individuuen, die nach Selbstentfaltung und – entwicklung streben. Sie basiert auf der Philosophie Gabriel Raams und wurde von dem Psychologen M.Sc.Psych. Nazım Kılıç nach intensiver siebenjähriger Zusammenarbeit mit Gabriel Raam als Symbiose von Psychotherapie und der Bewusstseinsentwicklung etabliert.

Die Philosophie der Manalyse ist, Menschen, die sich für Selbstentwicklung und persönliches Wachstum interessieren, sowohl durch eine einfühlsame therapeutische Begleitung als auch durch den Einsatz effektiver und lebendiger Methoden zu unterstützen. Das Ziel ist es, dem Einzelnen dabei zu helfen, ein erfülltes, selbstbestimmtes und freies Leben führen zu können, das eigene Potenzial vollständig zu realisieren und sich selbst zu aktualisieren. Obwohl es sich um eine neue Methode handelt, bedient sich die Manalyse dennoch von den verschiedensten Disziplinen: der Soziologie, Philosophie, Physik, Psychologie, Psychotherapie, Musik und auch der Spiritualität.

Einige der einflussreichen Denker und Forscher, denen die Manalyse zu verdanken ist, sind: Gabriel Raam, Dr. Elaine Aron, Georges Gurdjieff, P.D. Ouspensky, C.G. Jung, Dr. Maurice Nicoll, Jiddu Krishnamurti, Émile Durkheim, Martin Buber, Abraham Maslow, Arthur Schopenhauer, Martin Heidegger, Erich Fromm, Suzuki Shunryū, Søren Kierkegaard, und viele weitere.

Grundlage des manalytischen Denkens ist die soziologische Beobachtung, dass jede Gesellschaft strukturelle Probleme hervorbringt, für die sie die davon am stärksten betroffenen Individuum verantwortlich macht, anstatt sich selbst. Je sensibler das Individuum, umso größer ist das Ausmaß, in dem sich die Effekte der Umwelt symptomatisch in im äußern. Dieses Ausgesetztsein gegenüber den negativen Strukturen der Gesellschaft, gepaart mit einer impliziten Schuldzuweisung, führen bei sensibleren Individuen zu Leid bringenden psychischen Strukturen.

Viele sensible Menschen fühlen sich dadurch nicht nur verkehrt, allein oder isoliert, sondern gehen auch ständig gegen sich selbst. Sie leiden oft unter Schuldgefühlen, Selbstzweifeln und Gefühlen von Minderwertigkeit, obwohl sie oft intuitiv spüren, dass sie über ein besonderes Potenzial, Empathievermögen oder andere Talente verfügen.

Viele nehmen verzweifelt eine Psychotherapien in Anspruch, in der Hoffnung, dadurch normal zu werden. Leider führen diese Psychotherapie meistens entweder dazu, dass die Individuen noch stärker gegen sich gehen, oder aber innerlich abschalten und die Termine nur noch formell wahrnehmen, um sich zu unterhalten. Dies liegt der normativen Struktur unseres Gesundheitssystems zugrunde, welches individuelle Entwicklung und Selbstentfaltung ignoriert und Symptomfreiheit – wohinter sich letztlich nichts Weiteres versteckt als Angepasstheit – anstrebt.

In der Philosophie der Manalyse steht das Individuum und die Selbstverwirklichung im Mittelpunkt, auch im therapeutischen Kontext. Die Selbstentwicklung, die auf der Reifung der egoistischen Strukturen sowie der Wahrheitssuche und dem Erkenntnisgewinn basiert, wird hier therapeutisch nutzbar gemacht. Dadurch eignet sich die Manalyse zwar nicht für alle, sondern ausschließlich für hochsensible Menschen, die seelisch, zeitlich und strukturell in der Lage sind, sich der Selbstentwicklung zu widmen. Doch für diese ist sie ein höchst effektiver, langfristiger Weg, um ein erfülltes, selbstbestimmtes Leben zu erreichen.