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Ausgangspunkt für die Entwicklung einer neuartigen Methode waren für Kılıç die beschränkte Weltsicht, der Krankheitsfokus und der normative Charakter der herkömmlichen Psychotherapie. Die Frustration über die Schwierigkeiten, die hochsensible Menschen im therapeutischen Alltag erlebten, waren sehr groß, obwohl sie den Großteil der Patienten und Klienten abbilden. Nicht das in den Menschen versteckte Potenzial, welches durch intensive und langfristige innere Arbeit freigesetzt werden konnte, stehen in den anerkannten Therapieverfahren im Vordergrund, sondern die psychischen Symptome.

Die soziologische Grundlage von Raams Philosophie zeigte aber, dass für den Großteil der so genannten psychische Krankheiten und Neurosen nicht das Individuum, sondern die Gesellschaft verantwortlich sind. Diese These wurde zudem gestützt durch die Forschung zur Hochsensibilität von Dr. Elaine Aron, die aufzeigen konnte, dass die Hochsensibilität keine Krankheit ist, sondern eine Veranlagung, bei der Individuen stärker auf Ihre Umwelt reagieren und die Einflüsse dieser Umwelt daher auch symptomatischer Darstellen.

Der Ausweg für den Einzelnen lagen somit nicht darin, zu versuchen die Symptome zu kurieren, sondern sich zu entwickeln; das heißt, das eigene Potenzial anzuzapfen und zu realiseren. Genau hierbei aber war die Psychotherapie machtlos, da sie den „normalen“, d.h. möglichst symptomfreien Menschen, als Maßstab nimmt anstatt die freie Entfaltung des Individuums.

Kılıç folgerte daraus, dass jeder effektiven Psychotherapie ein höheres Bewusstsein für Humanismus, Soziologie und Philosophie zugrunde liegen muss, als bloß empirische und klinische Studien an vermeintlich psychisch Kranken. Er entschied sich daher gegen die Anwendung der zahlreichen körper- und psychotherapeutischen Verfahren, die er erlernt hatte, darunter auch die Standardverfahren Verhaltenstherapie, tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie und Psychoanalyse.

Stattdessen wandte er sich der Methoden zu, von denen er wusste, dass sie Menschen dabei hilft, transformative Erfahrungen zu machen und sich zu entwickeln: die Bewusstseinsentwicklung nach der Philosophie von Gabriel Raam, der mit seiner zwischen Spiritualität, Philosophie und Soziologie angesiedelten Arbeit in über 30 Jahren vielen Menschen dabei geholfen hatte, ihre Haltung zum Leben völlig zu transformieren.

Die Besonderheit der Methode Raams ist, dass sie höhere Bewusstseinszustände, die heilend auf die Psyche wirken, im Rahmen eines Dialog vermitteln kann. Dadurch ist die Arbeit Raams die perfekte Grundlage für eine psychotherapeutische Methode, die Menschen tatsächlich helfen kann in der eigenen Entwicklung.

Nach sieben jähriger Entwicklungszeit wurde die Manalyse-Methode® mit einem verblüffenden Effekt eingesetzt: der therapeutische Erfolg war um ein vielfaches Größer und effektiver, als bisher bekannte Therapiemethoden. Dabei wurden Klienten in einen Zustand von Selbstbestimmtheit und Selbstentfaltung versetzt. Dieser Effekt war nicht nur auf die Besonderheit der Dialogtechnik Raams zurückzuführen, sondern auch auf die Tatsache, dass die Manalyse-Methode® die Sensibilität des Individuums als Ressource anzapft, um Fähigkeiten auszubilden, die dann den therapeutischen Prozess beschleunigen. Anstatt gegen die Sensibilität anzukämpfen, wird sie über Selbstakzeptanz nutzbar gemacht, um die Entwicklung rasant voranzutreiben.

Schnell bemerkte das Umfeld von Kılıç diese enormen Veränderungen, und immer mehr Menschen fragten, ob er ihnen helfen könne – darunter auch viele Berufskollegen, also andere Psychologen und Psychotherapeuten, die frustriert mit den bescheidenen Ergebnissen der herkömmlichen Psychotherapie waren. Dadurch wurde klar, dass die Manalyse®-Methode sich ausbreiten musste, als eine therapeutische Methode der achtsamkeitsbasierten Selbstentwicklung, die wissenschaftliche, spirituelle, soziologische und psychotherapeutische Aspekte kombiniert und sensiblen Menschen hilft, ein freies, selbstbewusstes und kraftvolles Leben zu führen.